Deutschland - 1 Milliarde € gegen Altersarmut

1 Milliarde € für Arme und Bedürftige

Warburg, den 03. März 2021

Über 70.000 Menschen sind bedauerlicherweise während der Corona-Pandemie bereits viel zu früh verstorben.

Nach RKI Berechnungen verloren sie im Durchschnitt 9,6 Jahre Lebenszeit.

Jeder Mensch ist auch ein Wirtschaftsfaktor

Ein Mensch, der gestorben ist, zahlt weder Miete noch Steuern.

Ebenso kauft und konsumiert man nicht mehr.

Die Renten werden nicht mehr ausgezahlt.

Und genau darum geht es!

Die Renten der bisher zu früh verstorbenen Menschen werden nicht mehr von den Rentenversicherungen ausgezahlt und laufen dort auf.

Die Summe könnte sich bei der Größenordnung – unter Bezug auf die deutsche Durchschnittsrente – jährlich bereits auf über 1,2 Milliarden Euro belaufen.

Diese 1,2 Milliarden € fehlen im deutschen Wirtschaftskreislauf.

Es wäre legitim, die aufgelaufenen Beträge dafür zu nutzen, wofür sie vorgesehen sind: Zur Sicherung der Versorgung unserer älteren und armen Menschen, die sich weder etwas leisten, noch in der aktuellen Situation die Mittel für notwendige Schutz- und Hygienemaßnahmen gegen COVID-19 aufbringen können.

Es würde gerade denen helfen, die durch das Raster der jüngst in Kraft getretenen Grundrente gefallen sind.

Nach der Bundeszentrale für politische Bildung liegt die Armutsgefährdungsquote in Deutschland für über 65 jährige bei 15,7 Prozent. Das bedeutet, dass jeder 6. Mensch bereits betroffen und gefährdet ist.

Würdevoller Leben, Mal wieder ausgewogene Lebensmittel einkaufen können. Vielleicht Mal ein Eis oder ein Stück Kuchen, Mal Essen gehen oder ein neues Hemd oder ein neue Bluse, oder einfach etwas, für das es bisher nie gereicht hat.

All diese Ausgaben würden dem durch Lockdown stark belasteten Einzelhandel, den Cafés und Restaurants und anderen Geschäften, auch sehr gut tun.

1,2 Milliarden € würde den Corona-bedingten Fall des Bruttoinlandsprodukt (BIP) um über 1 Prozent abmildern.

Eine Milliarde € würde zudem Mehrwertsteuereinnahmen in Höhe von 70 bis 190 Millionen € und zusätzlich Einkommensteuereinnahmen im dreistelligen Millionenbereich in die Steuerkasse spülen.

Diese Maßnahme

  • hilft die Altersarmut zu lindern
  • ist humanitär und sozial gerechtfertigt
  • führt zu Wirtschaftswachstum und Steuereinnahmen
  • belastet nicht den Staatshaushalt
  • ist leicht umzusetzen
  • ist ein positives Signal – an denen es aktuell mangelt

Es spricht alles dafür – Man muss es nur wollen und umsetzen.

 

 

Hinweis:

Die genaue Anzahl und Höhe der Renten können mangels Datenlage nicht genau berechnet werden. Es geht hier vorrangig um die Darstellung einer Möglichkeit, die bestehende Altersarmut in der Bundesrepublik Deutschland zu minimieren.

 

Quellen:

Lagebericht des RKI

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Gesamt.html

Statista: „Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland von 1991 bis 2020“

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1251/umfrage/entwicklung-des-bruttoinlandsprodukts-seit-dem-jahr-1991/

Welt:“Corona-Opfer verloren laut RKI-Analyse im Schnitt 9,6 Jahre Lebenszeit“

https://www.welt.de/wissenschaft/article226252963/Corona-Opfer-verloren-laut-RKI-im-Schnitt-9-6-Jahre-Lebenszeit.html

Bundeszentrale für politische Bildung

https://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61785/armutsgefaehrdung