Corona – Man kann (und möchte) es sich kaum vorstellen.

19.03.2020

Aufgrund der langen Inkubationszeit ist es kaum möglich sämtliche Kontaktpersonen im Nachhinein festzustellen. Selbst nach einer Genesung oder Ablauf einer Quarantäne wird man durch jeden neuen Kontakt mit dem Virus unbemerkt erneut zum potentiellen Überträger.

Es wird also so schnell nicht vorbei sein.

Mittlerweile sind auch bereits jüngere Patienten an Beatmungsgeräte angeschlossen.

Man kann von Italien lernen und bewusst wahrnehmen, dass über die Hälfte der Beatmungspatienten derzeit die Krankenhäuser nicht mehr lebend verlassen und durch fortschreitende Lungenentzündung auf dem Bauch liegend qualvoll ersticken.

Ein wirksames Medikament ist derzeit leider nicht existent.

Auch wenn in Deutschland aktuell mit Hochdruck alles getan wird um die Anzahl der Intensiv- und Beatmungsplätze zu optimieren – erhöhen sich dadurch leider nicht die Heilungschancen – sondern nur die Beatmungskapazitäten.

Jeder und alle gemeinsam können jetzt viel dafür tun, dass weniger Menschen den Weg in die Intensivstationen antreten müssen und wir helfen damit über der Hälfte ihr Leben zu retten.

Wenn das kein Argument für Anstand, Achtsamkeit, Abstand und Augenmaß ist – um nur mal den ersten Anfangsbuchstaben unseres Alphabets zu nutzen – weiß ich es auch nicht.

Solange wir leben und gesund bleiben lässt sich alles Mögliche regeln und wir können das  Versäumte auch jederzeit nachholen. 

Man kann die jetzt verordnete Zeit auch sinnvoll nutzen und Dinge tun zu denen man vielleicht bisher die Zeit nicht gefunden hat.

Vielleicht ist da ein Keller aufzuräumen…

Ein paar Sachen auszusortieren…

Endlich mal die alten Fotos sortieren und in die Alben kleben…

Mal wieder Zeit für sich selbst und für Anrufe haben…

Da gibt’s vielleicht noch ein Puzzle zum zusammensetzen… 

Ein leckeres Essen kochen auch wenn das Rezept mal etwas länger dauert…

Zusammen Essen und vielleicht ein Gläschen Wein genießen…

Ein gutes Buch lesen…

Einen Film schauen den man schon vor Wochen aufgenommen hat…

Miteinander reden und die Zeit nutzen…

Uns freuen, dass es uns gesundheitlich gut geht…

Für andere etwas erledigen…

Das lässt sich beliebig fortsetzen…

Und wenn alles ausgestanden ist können wir mit Freude viel tun um unseren Einzelhandel, Mittelstand und die örtliche Gastronomie, die Firmen und Vereine zu unterstützen, damit sie wieder auf die Beine kommen und uns damit gleichzeitig wieder etwas gönnen.

Schade, dass wir nicht schon an diesem Punkt angekommen sind.